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| Brief description |
1. Proteste gegen den sog. "Bayerntag" der NPD in Regensburg
2. Kaufversuch der NPD einer Immobilie in Cham
3. Kampagne „Lieber Daheim als im Heim“
4. "Sound der Secondos" - die Migrantenmusikszene in der Schweiz |
| Type |
Magazin |
| Language |
deutsch |
| Subject area |
Politics/Information |
| Series |
zip-fm - Gesamtsendung |
| Production Date |
15.06.2006 |
| Author/s |
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| Radio |
Radio Z, Nürnberg 95,8 MHz
Kopernikusplatz 12
90459 Nürnberg
fon: 0911/45006-0, fax: 0911/45006-77
z(at)radio-z.net
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| Length |
30:43 minutes |
| Name/Size |
20060615-zipfmam15-12955.mp3 / 14400 kB |
| File type |
MPEG-1 Layer 3, 64 kbit/s, Mono, (44100 kHz) |
| Date |
15.06.2006/15:38 |
| Lizenz |
keine |
| Script |
Vorläufiges Skript:
Themen:
Um Rechtspopulismus und Neofaschismus geht es in unseren ersten beiden Beiträgen. Denn die NPD in Bayern ist aktiv wie selten. Zum einen versuchen sie seit längerem, eine eigene Immobilie für rechtsextreme Großveranstaltungen in der Region zu erwerben, zum anderen wollen sie am kommenden Wochenende einen so genannten „Bayerntag“ durchführen, bei dem bis zu 1.000 Neonazis erwartet werden.
„Lieber Daheim als im Heim“ heißt eine Kampagne, die sich für einen Baustopp für Heime richtet und für die Durchsetzung selbstbestimmter Lebensformen für Behinderte. 1 Million Unterschriften wollen Organisationen wie die „Interessensvertretung Selbstbestimmt Leben“ bis Dezember sammeln.
Am Ende der Sendung stellen wir euch die CD „Sounds from Home – La Suisse internationale“ vor. Der neue erschienene Sampler beleuchtet das kulturelle Leben der MigrantInnen und deren Einflüse auf die Schweizer Musikszene.
ANMOD Cham:
Seit Monaten versucht die NPD in Bayern eine eigene Immobilie für rechtsextreme Großveranstaltungen in der Region zu erwerben. Ganz aktuell steht ein Grundstück mit Diskothek in Cham auf deren Wunschliste. Eigentlich sollte das rechtsextreme Zentrum am kommenden Samstag mit einem so genannten „Bayerntag“ eingeweiht werden. Doch die Stadt Cham hat den Rechten – zumindest vorerst – einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Der Journalist Robert Andreasch hat über die aktuellen Aktivitäten der NPD recherchiert und mit ihm sprach der bermudafunk aus Mannheim über den möglichen Immobilienkauf in Cham, den Protesten in der Stadt Cham dagegen.
ABMOD:
Abhalten wollte sagt hier Robert Andreasch, denn dieser so genannte Bayerntag findet nun nicht wie geplant in Cham statt, sondern am kommenden Samstag in Regensburg. Das wurde am Montag bekannt, voraus gegangen war dem ein Verwirrspiel mit Anmeldungen und Absagen in mehreren Städten in der Oberpfalz.
Mehr zum so genannten Bayerntag in Regensburg hören wir gleich.
Proteste gegen den sog. "Bayerntag" der NPD in Regensburg
ANMOD:
Eigentlich wollte die NPD – wie wir gerade gehört haben - ihren so genannten "Bayerntag" in Cham veranstalten. Das ist geplatzt, aufgerufen wurde dann für eine Reihe anderer Städte bis am Montag bekannt wurde, dass die NPD am Samstag nach Regensburg ziehen wird. Und dies ist nicht verwunderlich, meint Julian Mühlbauer, Bezirksvorsitzender der Falken im Bezirk Niederbayern/Oberpfalz im Interview mit Bernd Moser.
ABMOD:
Ein erster Treffpunkt für AntifaschistInnen ist der Bahnhof in Regensburg um 10:30 Uhr.
Außerdem findet in Regensburg am kommenden Samstag auch der Christopher-Street-Day, der Aktionstag unter dem Motto „schrill – bunt – anders“ sich ebenfalls an den Protesten gegen das rechtsextreme Fest beteiligen will. Und aus mehreren bayerischen Städten werden Busse zu den Protesten gegen die NPD in Regensburg fahren. Nähere Infos dazu im Internet unter www.jusos-bayern.de.
ANMOD ISL
„Selbstverständlich als Bürger an einem selbst gewählten Ort mitten in der Gesellschaft leben“ - diese grundlegende Forderung ist für die meisten behinderten Menschen nach wie vor eine Utopie! Viele Behinderte sind gezwungen, in Sondereinrichtungen, wie Behinderten-Heimen zu leben. Die „Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben“ ISL hat eine Kampagne gestartet. Im Mittelpunkt steht das Thema: Leben in den eigenen vier Wänden behinderter Menschen mit Unterstützungsbedarf.
Michaela Baetz sprach mit Frau Viehweg vom ISL:
ABMOD:
Bis zum 3. Dezember, also dem UN-Welttag behinderter Menschen sollen 1. Million Unterschriften zusammenkommen. Die Unterschriftenlisten können auf den Seiten der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben heruntergeladen werden:
www.isl-ev.de
"Sound der Secondos" - die Migrantenmusikszene in der Schweiz
Werfen wir nun ein Blick auf das Land das nicht zur EU gehört aber im Herzen Europas liegt: Die Schweiz.
Auch hier gibt es die aus dem Rest von Europa bekannten Probleme mit Rassismus und rechtspopulistischer Stimmungsmache.
Deswegen ruft nun ein Bündnis aus Gewerkschaften und Migrantengruppen am Samstag den 17. Juni 2006 unter dem Motto „Wir sind die Schweiz“ zu einer Großdemo in Bern auf. Hintergrund ist eine anstehende Volksabstimmung über die verschärften Asyl und Ausländergesetze. U.a. soll bei 700.000 Menschen die als nicht-EU-Bürger in der Schweiz leben das recht auf Familiennachzug beschränkt werden.Darüberhinaus soll auch der Aufenthaltsstatus eingeschränkt werden. Selbst nach 10 Jahren regulären Aufenthalts wird nicht EU-Bürgerinnen kein Rechtsanspruch auf Niederlassung zugestanden.
Um die Rolle der Migranten in der Schweiz geht es auch in unserem nächsten Beitrag: 20% der Bevölkerung der Alpenrepublik haben keinen Schweizer Pass – und das obwohl viele von ihnen schon sin der zweiten oder dritten Generation dort leben. Obwohl die Secondos und Terceros; wie sie genannt werden, arbeiten und Steuern zahlen wie alle anderen Bürger auch, haben sie nicht die gleichen Rechte.
Trotzdem sind die Migranten im Alltag der Schweiz fest verankert. Das gilt auch für das kulturelle Leben wie ein neuer Musiksampler zeigt, der den Einfluß der Migranten auf die eidgenössische Musikszene beleuchtet.
Sounds from Home – La Suisse internationale heisst diese empfehlenswerte Musikcompliation. Wir sprachen mit dem Herausgeber der CD, dem Musikjournalisten Thomas Burkhalter.
ABMOD:
Das war eine Besprechung der CD „Sounds from Home – La Suisse internationale“. Die CD ist unter anderem zu bestellen bei dem Musiklabel fazerecords. www.faze.ch
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