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[zip-fm] 07.05.03

        
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Brief description 00:24 Anmoderation
01:03 Hausbesetzung Frankfurt und wie weiter (Radio Unerhört Marburg)
09:56 Kritiker abgeschoben (Radio Z, Nürnberg)
17:20 Proteste gg. Patent auf Sojabohne (Radio Z, Nürnberg)
23:29 Serbien nach dem Ausnahmezustand (Radio Corax, Halle)
27:59 Trailer zum 10.Mai in Erfurt - Demo gegen die Bundesinnenministerkonferenz
28:48 Abmoderation
Type Magazin
Language deutsch
Subject area International, Politics/Information
Series zip-fm - Gesamtsendung
Production Date 07.05.2003
Author/s wolli
Radio Radio Unerhört Marburg (RUM) 90,1 MHz
Rudolf-Bultmannstraße 2b
35039 Marburg
fon: 06421/683265, fax: 06421/961995
mail(at)radio-rum.de
Length 29:09 minutes
Name/Size 20030507-zipfm07-03894.mp3 / 13997 kB
File type MPEG-1 Layer 3, 64 kbit/s, Mono, (44100 kHz)
Date 04.02.2008/19:24
Lizenz
Creative-Commons
Nichtkommerziell, Bearbeitung erlaubt, Weitergabe unter gleicher Lizenz erwünscht.
Creative-Commons Lizenzvertrag
Script Hallo und willkommen zur 111. Ausgabe von zip-fm, der Zusammenarbeit der Info- und Politikredaktionen freier Medien.

Heute haben wir vier Beiträge und einen Veranstaltungshinweis für euch im Programm.

Beginnen werden wir mit einer Hausbesetzung in Frankfurt, widmen uns dann einem etwas merkwürdigen Abschiebeversuch in Bayern, dem Patent auf die Sojabohne und dem Ergebnis des Ausnahmezustandes in Serbien. Zum Schuß gibt es dann noch einen Hinweis auf die Demo "Das System ist der Fehler" anläßlich der Bundesinnenministerkonferenz am 10.Mai 2003 in Erfurt.

Immer wieder gerne berichten wir hier in zip-fm über Hausbesetzungen. Heute wollen wir uns einer solchen Hausbesetzung in Frankfurt zuwenden. Radio Unerhört Marburg führte ein Telefoninterview mit einem der "BesitzerInnen", wie er sich selbst genannt hat. Das Hotel Mühlberg in Frankfurt am Main wurde am 1. Mai offiziell besetzt, jedoch auch schon wieder geräumt. Aber beginnen wir mit dem Selbstverständnis der BesitzerInnen.

http://freieradios.nadir.org/portal/cont...

Natürlich geben wir die Info-Tel-Nr. und den Termin der Demo am Ende der Sendung noch mal bekannt.

Weniger gut gelaunt ging es in Bayern zu. Hoffen und Bangen war am Wochenende bei drei Bayerischen Menschenrechtssorganisationen angesagt. Es ging um das Schicksal des russischen Deserteurs Dimitri Olenin, der vor einiger Zeit aus dem Ausreisezentrum in Fürth heraus festgenommen worden war und seither in Abschiebehaft saß. Ganz überraschend für alle - für fast alle - Beiteiligten, wurde Olenin am Montag vormittag in ein Flugzeug nach Moskau gesetzt. Dort - so fürchtete man - könnte er auf der Stelle verhaftet werden und für mehrere Jahre ins Gefängnis wandern. Eigentlich - so könnte man zynisch sagen - etwas Alltägliches. Doch die Kritik der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen, von res publika und vom Bayerischen Flüchtlingsrat war heftig. Auch der Anwalt des Flüchtlings, Hermann Gimpl, war der Ansicht, dass beim Umgang mit seinem Mandanten nicht alles mit "rechten Dingen" zugegangen sei: Vorwürfe an die Regierung Mittelfranken und an die Gerichte. Radio Z hat die Ereignisse aufmerksam verfolgt und berichtet im Nürnberger Studio über die Hintergründe einer eben doch nicht ganz alltäglichen Abschiebung:

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Überdimensionale Ackerpflanzen und die ersten "patentierten Landwirte", ausgestattet mit Heugabel und Gummistiefeln, waren am Dienstagvormittag mitten in München zu bestaunen. Dahinter verbargen sich zehn GreenpeaceaktivistInnen, die gegen ein weiteres Patent des Europäischen Patentamtes, das ebenfalls in München angesiedelt ist, protestierten. Die genmanipuliterte Sojabohne und der US-Konzern Monsanto: mehr dazu nun im Beitrag von Radio Z aus Nürnberg mit der greenpeace-Gentechnik-Expertin Ulrike Brendel

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Der Ausnahmezustand in Serbien ist nach 42 Tagen am 23.4. wieder aufgehoben worden. Insgesamt wurden 10.000 Leute festgenommen, 4.500 befinden sich weiterhin in Haft, gegen 3.200 wurde Strafanzeige erstattet. Die Regierung spricht von einer erfolgreichen Aktion gegen das organisierte Verbrechen. Doch auch eine Reihe Oppositioneller wurde verhaftet und die Grundrechte wurden unterdessen verschärft. Verdächtige können künftig in Serbien ohne richterlichen Beschluß bis zu 60 Tage in Haft bleiben. Ein Aufschrei aus dem Westen ist bislang ausgeblieben. So gibt es lediglich kleinere NGO´s, die die Situation kritisch bewerten, und eigene Recherchen anstellen. Dazu im folgenden Beitrag von Radio Corax aus Halle John Laughland von der British Helsinki Human Rights Group die sich derzeit in Belgrad aufhält.

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Die erwähnte Webseite wiederholen wir auch noch mal am Ende der Sendung.

Und nun noch ein kleiner Veranstaltungshinweis für das kommende Wochenende.

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Und wie angekündigt hier noch einmal alle erwähnten Webseiten:
Die BesetzerInnen aus Frankfurt erreicht ihr unter der Info-Tel.-Nr. 0174-4589274. Die Angekündigte Demo findet am Fr., den 9.5. statt. Der Treffpunkt ist um 17.30 Uhr am Hotel Mühlberg (Lokalbahnhof, S-Bahn-Station Mühlberg), Offenbacher Landstr.56 in Sachsenhausen.

Die Ergebnisse der Recherchen über die Lage in Serbien gibt es demnächst auf der Seite: www.oscewatch.org zu finden.

Die Demo "Das System ist der Fehler" anläßlich der Bundesinnenministerkonferenz findet am 10.Mai 2003 in Erfurt statt. Mehr Informationen dazu bei www.puk.de/atag

Und falls Ihr immer noch nicht genug habt, sei hier auf unsere eigenen Webseiten verwiesen. Beiträge von Freien Radios könnt ihr nachhören unter
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