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Moses Hess – der Rote Rabbi - Vater der Deutschen Sozialdemokratie

        
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Brief description Moses Hess ein eher vergessener Mitstreiter von Karl Marx und Friedrich Engels in einer szenischen Lesung der Vers- und Kaderschmiede am 18. Juni 2012. Volker Weiss als Autor der Collage aus Zitaten, Briefwechseln und größeren Texten stellt den Menschen Moses Hess in seinem sozialen und politischen Kontext vor und gibt einen Überblick zu der Lesung am kommenden Montag im Hamburger Polittbüro.
Type
Language
Subject area
Production Date 15.06.2012
Author/s Redaktion 3
Radio Freies Sender Kombinat, Hamburg (FSK) 93,0 MHz
Eimsbütteler Chaussee 21
20259 Hamburg
fon: 040/434324, fax: 040/4303383
postbox(at)fsk-hh.org
Length 26:24 minutes
Name/Size 20120615-moseshess-49065.mp3 / 61908 kB
File type MPEG-1 Layer 3, 320 kbit/s, Stereo, (44100 kHz)
Date 15.06.2012/15:00
Lizenz
Creative-Commons
Nichtkommerziell, Bearbeitung erlaubt, Weitergabe unter gleicher Lizenz erwünscht.
Creative-Commons Lizenzvertrag
Script Man sagt, seine scharfe Zunge sei es gewesen, die Friedrich Engels zum Kommunismus „verführt“ habe. Etwas später – 1842 – saß er mit Marx und Engels in der Redaktion der legendären „Rheinischen Zeitung“. Es gab Zeiten der Freundschaft und Zeiten der Zerwürfnisse – wie es halt üblich ist unter linken Gesellschaftskritikern. Auf seinen Grabstein auf dem Jüdischen Friedhof in Köln ließen 1903 Genossen meißeln: „Vater der deutschen Sozialdemokratie“. Da muss, könnte man meinen, reichlich Vatermord geschehen sein. Denn wenn Moses Hess gegen Ehe, Erbschaft, Adel, Kirche, Privateigentum und Preußen wetterte, dann wackelten die Wände. Vielleicht waren seine Theorien nicht immer systematisch, aber hellsichtig war er oft, besonders, wenn er den Antisemitismus, der ihm von rechts und von linken Weggefährten entgegen schlug, analysierte. Auch das machte ihn zu einem der ersten Verfechter eines jüdischen Staats. VOLKER WEISS hat eine Montage erarbeitet, lässt den vor 200 Jahren geborenen und heute fast vergessenen „Roten Rabbi“ mit Zeitgenossen disputieren. So entsteht das Portrait eines Unbeugsamen, der ausgebrochen war aus engen Verhältnissen: „Welche Bildung habe ich denn genossen? In der Judengasse geboren und erzogen; bis in mein fünfzehntes Lebensjahr über dem Talmud schwarz und blau geschlagen...so trat ich mein Jünglingsalter an.“Andreas Spechtl (Ja Panik) und Thomas Wenzel (Die Sterne, Goldene Zitronen) haben für diesen Abend einige Gedichte Heinrich Heines vertont. Das hat seinen guten Grund, hofften doch Heine und Hess so sehr auf Frankreich, wie sie Preußen verachteten! (Aus der Veranstaltungsankündigung des Polittbüros).

 
                
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