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zip-fm 31. Juli 2012

        
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Brief description Kampagne "Die Falschen zahlen hier für die Krise" / Parteigründung "Die Rechte" / Antifa-Protest Dortmund 1. September / CDU-SPD-Grüne pro Gorleben-Option
Type Magazin
Language deutsch
Subject area Politics/Information
Series zip-fm - Gesamtsendung
Production Date 31.07.2012
Author/s ak/rdl
Radio Radio Dreyeckland, Freiburg 102,3 MHz
Adlerstr. 12
79098 Freiburg
fon: 0761/30407, fax: 0761/31868
info(at)rdl.de
Name/Size 20120731-zipfm31j-49944.mp3 / 17593 kB
File type MPEG-1 Layer 0, 0 kbit/s, Joint Stereo, (44100 kHz)
Date 31.07.2012/13:14
Lizenz
Creative-Commons
Nichtkommerziell, Bearbeitung erlaubt, Weitergabe unter gleicher Lizenz erwünscht.
Creative-Commons Lizenzvertrag
Script Hallo und herzlich willkommen (zu zip-fm), heute von Radio Dreyeckland aus Freiburg:
„Die Krise“ … ist allgegenwärtig und fast scheint es, als seien auch „unsere Politiker“ zwar nach Kräften bemüht, aber doch etwas ratlos, wie „der Krise“ beizukommen sei. Den kleinen Leuten immer mehr abzupressen hat Grenzen; wenn in Spanien schon Polizei und Feuerwehr die Arbeit niederlegt wird’s – aus staatlicher Sicht – irgendwann brenzlig. Dabei könnte die Lösung so einfach sein: Hierzulande besitzt ein Prozent der Bevölkerung mehr Vermögen als alle Schulden von Kommunen, Ländern und Staat gemeinsam. Würde man also den reichsten der Reichen nur ein kleinwenig was nehmen (hier und in anderen Staaten) – würde sich die gesamte Krise in Luft auflösen. Unser erster Beitrag heute.
Danach einen Blick auf eine Parteigründung: Im kommenden Monat muss der Bundeswahlleiter über die Zulassung der Partei „Die Rechte“ entscheiden.
In ähnlicher Sache dann ein Blick nach Dortmund, dort wollen Nazis einen sogenannten „Nationalen Antikriegstag“ begehen – Das breit angelegte Bündnis „Alerta!“ ruft auf, sich dem faschistischen Marsch in den Weg zu stellen.
Und zum Schluss ein weiteres Mal ein Blick nach Gorleben. In den vergangenen Jahren haben wir zu dieser Jahreszeit häufig auf einen geplanten Castor-Transport hingewiesen – den gibt’s dieses Jahr wohl nicht. Da das marode Bergwerk im Wendland allerdings immernoch als „Endlager-Option“ gehandelt wird blicken wir ein weiteres mal nach Gorleben, in unserem letzten Beitrag.
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In Spanien ist nach dem Spardiktat der EU und dem Immobiliencrash die Arbeitslosigkeit unser Jugendlichen auf unfassbare 53% gestiegen. Millionen gehen gegen den Abbau ihrer Rechte und der Arbeitslosenhilfe auf die Straßen, der Kahlschlag wütet quer durchs Land. Gleichzeitig werden weder die Banken verstaatlicht noch etwa die reichsten der Reichen zur Kasse gebeten. Doch andererseits: Muss der Staat nicht aufhören, ganz ähnlich in Griechenland, Geld auszugeben, dass er nicht hat?
Zu diesem Thema hat das Netzwerk campact eine Kampagne gestartet unter dem Motto: „Die Falschen zahlen hier für die Krise!“ Das Freie Radio LoRa aus München fragte Annette Sawatzki von campact nach dieser Kampagne und erfuhr dabei, dass – wenn griechische Banken gerettet werden – nicht zuletzt deutsche Spekulanten gerettet werden.
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Im August wird der Bundeswahlleiter über die Zulassung einer neuen neonazistischen Partei entscheiden. Der Neonazi Christian Worch hat eine Partei namens «Die Rechte» gegründet. Worch hat seinen Antrag auf Zulassung der Partei im Mai gestellt, _die_ will zu den Europawahlen in zwei Jahren antreten. Die Partei hat offensichtlich das abgewandelte Programm der DVU übernommen. Ob die neue Neonazi-Partei an Wahlen teilnehmen darf, müssen nun die jeweiligen Wahlausschüsse entscheiden. Über die neue rechte Partei sprach Radio Corax aus Halle mit Prof. Dr. Hajo Funke, er hat an der FU in Berlin Politikwissenschaften gelehrt.
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Am 1. September 1939 begann Nazideutschland den Zweiten Weltkrieg mit dem Überfall auf Polen. Wenn deutsche Nazis diesen 1. September nun für ihre Zwecke missbrauchen und zu einem „nationalen Antikriegstag“ aufrufen so ist das schon besonders ekelhaft. Aus diesem Grund ruft das „Alerta!-Bündnis“ in Dortmund dazu auf, den dortigen Naziaufmarsch am 1. September zu blockieren. Das Antifa-Medienzentrum in Dortmund mit einem Interview mit einer Aktivistin aus dem Alerta!-Bündnis.
http://de.indymedia.org/2011/08/314263.s...
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Gorleben war schon “tot” (sagt Sigmar Gabriel von der SPD) und ist ein “Schwarzbau” (sagt der Grüne Jürgen Trittin). Man darf also fragen: Was treibt die genannten heute an, den maroden Salzstock “im Rennen” zu belassen (wie es heißt), statt eine Endlagersuche wirklich neu zu starten? Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) findet es wenig erfreulich, dass sich Union, SPD und Grüne auf Bundesebene beim Thema Gorleben am Küchentisch des Bundesumweltministers wie es heißt - „angenähert“ und darauf verständigt haben, dass der Standort Gorleben bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager weiter im Rennen bleibt. Tim Thaler von coloradio aus Dresden sprach mit Lennart Müller von der BI Lüchow-Danneberg.
http://www.bi-luechow-dannenberg.de
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dlfma...
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Das wars für heute, herzlichen Dank fürs zuhören. Und: Das wars auch erstmal von unserer Seite, zip-fm macht wie in den vergangenen zehn Jahren auch: Im August Sommerpause. Ob unsere Themen heute schon ein Stück Herbst-Agenda sind? Der Kampf gegen allzudreiste Umverteilung von unten nach oben unter dem Etikett „Euro-Rettung“ wird sicherlich weiterhin auf der Tagesordung stehen; Nazis werden vermutlich immernoch ihr Unwesen treiben und Atomausstieg wird weiterhin Handarbeit bleiben, so scheint es. Wenn ihr uns in diesen Dingen weiter zuhören wollt: Dann erstmal einen wunderschön sommerlichen Sommer und auf wieder-hören Anfang September. Bis dann.
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