"Sensationelle Entscheidung": Italienisches Verfassungsgericht stärkt Opfer von NS-Kriegsverbrechen

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Am Mittwoch war ein guter Tag für die Opfer nationalsozialistischer Kriegsverbrechen in Italien und Griechenland bzw. deren Angehörige. Das Verfassungsgericht in Rom hat entschieden, dass jeder Bürger das Recht hat, vor inländischen Gerichten Gehör zu finden. Dieses Recht schien zweieinhalb Jahre zuvor außer Kraft gesetzt worden zu sein. Im Februar 2012 hatte der Internationale Gerichtshof in Den Haag entschieden, dass die Immunität der Nationalstaaten es verbiete, dass italienische Gerichte die Bundesrepublik Deutschland zu Entschädigungszahlungen wegen NS-Kriegsverbrechen verurteilte. Die KlägerInnen blieben ohnmächtig zurück. Ihre Schicksale waren unbeschreiblich, so hatten viele von ihnen als Kinder die Massaker miterleben müssen, die SS und Wehrmacht zahlreich an der Zivilbevölkerung in Süd- und Osteuropa verübte. Deutschland hatte eine strafrechtliche wie zivilrechtliche Verfolgung dieser Verbrechen kontinuierlich verhindert. Bringt das Urteil des italienischen Verfassungsgerichts nun endlich, wenn auch allzu spät, eine Wende? Darüber sprach RDL mit Martin Klingner vom AK Distomo, der in Hamburg seit Jahren für die Rechte der Opfer des Massakers von Distomo und anderer Verbrechen kämpft.
Audio
11:03 min, 10 MB, mp3
mp3, 128 kbit/s, Stereo (44100 kHz)
Upload vom 24.10.2014 / 10:33

Dateizugriffe: 31

Klassifizierung

Beitragsart: Interview
Sprache: deutsch
Redaktionsbereich: Politik/Info, Internationales
Serie: Morgenradio
Entstehung

AutorInnen: Johanna
Radio: RDL, Freiburg im www
Produktionsdatum: 24.10.2014
CC BY-NC-SA
Creative Commons BY-NC-SA
Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen erwünscht
Skript
Kein Skript vorhanden.

Kommentare
26.10.2014 / 13:07 Timo, Querfunk, Karlsruhe
wird gesendet
27.10.14