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Diagnose: Kapitalismus. Therapie: Pause

        
  im internen Bereich Warum befindet sich dieser Beitrag im internen Bereich? Dass freie-radios.net einen internen Bereich einführen musste ist der Copyright-Rechtslage in diesem Land geschuldet: Auch Radiobeiträge im nichtkommerziellen Bereich werden von der Unterhaltungsindustrie nicht als Kultur-, sondern als Wirtschaftsgut betrachtet. AutorInnen dürfen ihre Sendungen/Beiträge deshalb nur dann freischalten, wenn sie keine "Gema-Musik" beinhalten.
Vielleicht wendest du dich direkt an die AutorInnen und fragst dort nach; sie hätten zukünftig die Möglichkeit, beispielsweise Musik zu verwenden, die unter einer geeigneten Creative-Commons-Lizenz (http://de.creativecommons.org/) steht und dann die Beiträge/Sendungen frei zugänglich zu machen.

MitarbeiterInnen Freier Radios können über den internen Bereich unverändert Beiträge über den Sendungsaustausch herunterladen.
Brief description Eigentlich ist rot ihre Erkennungsfarbe. In rote Kapuzenpullis gehüllt und angetan mit weißen Theater-Masken - so kennt man die alternative Aktionskünstler-Gruppe "Die Überflüssigen". Rot gekleidet, weiß maskiert, mit der Aufschrift "Die Überflüssigen" auf dem Rücken - in dieser Aufmachung präsentierten sich die Aktionskünstler auch bei ihrer Berliner September-Pressekonferenz zur Vorstellung ihrer neuen Broschüre. Doch ging es diesmal um die Farbe "blau". Besser gesagt: Um's Blaumachen.

"Diagnose Kapitalismus - Therapie Pause" - so heißt die knapp 70seitige Blaumacher-Broschüre, die "Die Überflüssigen" der Öffentlichkeit unterbreiten. Die Broschüre ist auch im Internet abrufbar unter www.krank-feiern.org.

Ihren Namen haben "Die Überflüssigen" gewählt, um auf den alltäglichen kapitalistischen Wahnsinn aufmerksam zu machen. Auf der einen Seite eine kleiner werdende Gruppe sog. "Arbeitsplatzbesitzer". Arbeitsplatzbesitzer, die oft bis zum Umfallen schuften und ihre Gesundheit dem Stresswahn opfern. Auf der anderen Seite immer mehr Menschen, die aus den Verwertungszyklen herausfallen. Menschen, die "arbeitslos" werden und damit nach kapitalistischen Kriterien "überflüssig" sind. Deshalb - so meint die Aktionsgruppe-Künstler "Die Überflüssigen" - sollen Krankheiten gezielt eingesetzt werden. Samt entsprechender Tricks und Schummeleien als Akte sozialer Notwehr.
Type Gebauter Beitrag
Language deutsch
Subject area Economy/Society, Labour, Politics/Information
Series Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin
Production Date 08.12.2005
Author/s Klaus Blödow / Peter Bußfeld / Katharina Pötter
Radio Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin
c/o Medienforum Münster, Verspoel 7 - 8
48143 Münster
fon: 0251 / 60075, fax: 0251 / 60085
anmeldung(at)medienforum-muenster.de
Length 5:54 minutes
Name/Size 20051223-diagnoseka-11012.mp3 / 5536 kB
File type MPEG-1 Layer 3, 128 kbit/s, Joint Stereo, (44100 kHz)
Date 23.12.2005/00:26
Lizenz keine
Script Zwischentexte: Gebauter Beitrag "Die Überflüssigen"

Nach: BotsDoktorArbeit
Vor: Neue Broschüre

Eigentlich ist rot ihre Erkennungsfarbe. In rote Kapuzenpullis gehüllt und angetan mit weißen Theater-Masken - so kennt man die alternative Aktionskünstler-Gruppe "Die Überflüssigen". Rot gekleidet, weiß maskiert, mit der Aufschrift "Die Überflüssigen" auf dem Rücken - in dieser Aufmachung präsentierten sich die Aktionskünstler auch bei ihrer Berliner September-Pressekonferenz zur Vorstellung ihrer neuen Broschüre. Doch ging es diesmal um die Farbe "blau". Besser gesagt: Um's Blaumachen.

"Diagnose Kapitalismus - Therapie Pause" - so heißt die knapp 70seitige Blaumacher-Broschüre, die "Die Überflüssigen" der Öffentlichkeit unterbreiten. Die Broschüre ist auch im Internet abrufbar unter www.krank-feiern.org. Noch einmal: www.krank-feiern.org.

Ihren Namen haben "Die Überflüssigen" gewählt, um auf den alltäglichen kapitalistischen Wahnsinn aufmerksam zu machen. Auf der einen Seite eine kleiner werdende Gruppe sog. "Arbeitsplatzbesitzer". Arbeitsplatzbesitzer, die oft bis zum Umfallen schuften und ihre Gesundheit dem Stresswahn opfern. Auf der anderen Seite immer mehr Menschen, die aus den Verwertungszyklen herausfallen. Menschen, die "arbeitslos?" werden und damit nach kapitalistischen Kriterien "überflüssig" sind. Deshalb - so meint die Aktionsgruppe-Künstler "Die Überflüssigen" - sollen Krankheiten gezielt eingesetzt werden. Samt entsprechender Tricks und Schummeleien als Akte sozialer Notwehr.

Vor: Repressionspraxis

Die 1980 erschienene Vorgängerbroschüre "Lieber Krankfeiern als gesund schuften" sorgte vor 25 Jahren für Schlagzeilen. Dafür war vor allem auch die Justiz verantwortlich. Insgesamt gab es in Zusammenhang mit der 1980er Blaumacher-Broschüre über 80 Hausdurchsuchungen und über 100 Ermittlungsverfahren. Begründet wurde die Repressionspraxis mit einem sog. "Aufruf zur Begehung von Straftaten". Dies, weil die Broschüre schließlich Tipps gibt, wie man eine Krankheit simuliert, um sich ein Attest zu besorgen.

Vor: Dr. Fabricius

Ohne Maske wandte sich der Berliner Mediziner Dr. Wolfgang Fabricius an die Öffentlichkeit. Dr. Fabricius unterstützt "Die Überflüssigen" bei ihrer Blaumacher-Initiative und rät:

Kommentare
23.12.2005/16:29 michi,
gesendet
im zip vom 23.12.05
 

 
                
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