Neues EU-Militärkommando in Ulm - Schlüsselrolle für das Präventivkriegskonzept der EU

ID 12182
 
Vortrag von Tobias Pflüger zur Militarisierung der EU
Audio
27:37 min, 25 MB, mp3
mp3, 128 kbit/s, Mono (22050 kHz)
Upload vom 03.04.2006 / 11:28

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Klassifizierung

Beitragsart: Kommentar
Sprache: deutsch
Redaktionsbereich: Internationales, Politik/Info
Entstehung

AutorInnen: Johannes Plotzki
Radio: WW-TÜ, Tübingen im www
Produktionsdatum: 03.04.2006
keine Linzenz
Skript
Auf Grundlage der wesentlichen Strategiepapiere und Grundsätze für die EU-Sicherheits- und Verteidigungspolitik, dem „European Defence Paper“, der „Petersbergaufgaben“, dem „European Headline Goal 2010“ und der „European Security Strategy“, stützt sich die EU-Militarisierung auf drei wesentliche Instrumente der Umsetzung:

1.) Schnelle EU-Eingreiftruppen und EU-Battle-Groups (EU-Schlachttruppen)
2.) Operation Headquarters (OHQ) und Force Headquarters (FHQ)
3.) Finanzierung der EU-Militäreinsätze durch Schattenhaushalte (Athena-Mechanismus) und andere Tricksereien.

Tobias Pflüger, parteiloses Mitglied der Linksfraktion (GUE/NGL) im Europäischen Parlament besuchte am vergangenen Montag, 27.03.2006 das „Kommando Operative Führung Eingreifkräfte“, das im vergangenen Oktober eingerichtete „Force Headquarters“ (FHQ) für EU-Battlegroups und NATO-Responce Forces (NRF) in Ulm. Im Anschluss an seinen Truppenbesuch hielt Tobias Pflüger einen Vortrag zur fortschreitenden EU-Militarisierung. Im folgenden Ausschnitt geht es um die Instrumente der Umsetzung von der fortschreitenden EU-Militarisierung. Das „Kommando Operative Führung Eingreifkräfte“ spielt eine Schlüsselrolle für das Präventivkriegskonzept der Europäischen Union. Spätestens zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft soll im ersten Halbjahr 2007 sind die militärischen Strukturen endgültig aufgebaut und weltweit einsatzfähig zur Führung von Regionalkriegen zur Ressourcensicherung.