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[Zip-FM] vom 5.10.2006

        
  im internen Bereich Warum befindet sich dieser Beitrag im internen Bereich? Dass freie-radios.net einen internen Bereich einführen musste ist der Copyright-Rechtslage in diesem Land geschuldet: Auch Radiobeiträge im nichtkommerziellen Bereich werden von der Unterhaltungsindustrie nicht als Kultur-, sondern als Wirtschaftsgut betrachtet. AutorInnen dürfen ihre Sendungen/Beiträge deshalb nur dann freischalten, wenn sie keine "Gema-Musik" beinhalten.
Vielleicht wendest du dich direkt an die AutorInnen und fragst dort nach; sie hätten zukünftig die Möglichkeit, beispielsweise Musik zu verwenden, die unter einer geeigneten Creative-Commons-Lizenz (http://de.creativecommons.org/) steht und dann die Beiträge/Sendungen frei zugänglich zu machen.

MitarbeiterInnen Freier Radios können über den internen Bereich unverändert Beiträge über den Sendungsaustausch herunterladen.
Brief description 1. Gegenaktivitäten gegen den Naziaufmarsch in Nürnberg am 14. Oktober
2. Juristische Entscheidung zu Kriegsverbrechen schlägt Wellen in Italien
3. Dresden bennent Platz nach einem Opfer von Rechter Gewalt
4. Buchtipp: Guter Moslem, böser Moslem
Type Magazin
Language deutsch
Subject area Politics/Information
Series zip-fm - Gesamtsendung
Production Date 05.10.2006
Author/s C. Hartmann
Radio Radio Z, Nürnberg 95,8 MHz
Kopernikusplatz 12
90459 Nürnberg
fon: 0911/45006-0, fax: 0911/45006-77
z(at)radio-z.net
Length 29:01 minutes
Name/Size 20061005-zipfmvom-14091.mp3 / 13602 kB
File type MPEG-1 Layer 3, 64 kbit/s, Mono, (44100 kHz)
Date 05.10.2006/15:55
Lizenz keine
Script Hallo und herzlich Willkommen zu Zip-FM, dem Magazin der freien Radios im deutschsprachigen Raum, heute am 5. Oktober 2006. Zusammengestellt von Radio Z aus Nürnberg.

Die Themen heute:

Am 14. Oktober 2006 wollen Neonazis in Nürnberg aufmarschieren. Das Motto des Aufmarsches: „Recht statt Rache - Revision der Nürnberger Prozesse!“ Dass diese Provokation, die auf die Umdeutung von NS-Tätern zu Opfern hinausläuft nicht unbeantwortet bleiben kann, ist antifaschistischen Kräften in Nürnberg bewußt. Mehr zum Naziaufmarsch und den geplanten Gegenaktivitäten im ersten Beitrag.


Für die meisten NS-Kriegsverbrecher, die nicht nach den Nürnberger Prozessen gehängt wurden, scheint in Deutschland ein relativ ruhiges und entspanntes Leben möglich gewesen zu sein. So wurde kürzlich das Verfahren gegen einen ehemaligen Wehrmachtsoffizier eingestellt, der an einem Massaker an über 5000 italienischen Kriegsgefangenen beteiligt gewesen sein soll. Nun wollen italienische Veteranen in München gegen die Einstellung demonstrieren. Mehr dazu im zweiten Beitrag.

Weit über 100 Menschen sind nach dem Anschluss der ehemaligen DDR in der BRD von Faschisten und Rassisten getötet worden. In Dresden wurde nun erstmals in Deutschland ein Platz nach einem Opfer neofaschistischer Gewalt benannt. Mehr dazu im dritten Beitrag.

Vom Kampf der Kulturen war anlässlich der Anschläge vom 11. September die Rede. Diese Ethnisierung eines Konfliktes, der entlang vieler Konfliktlinien verschwimmt zu entlarven, hat sich Professor Mahmodd Mamdani zum Ziel gesetzt, dessen neues Buch heute im letzten Beitrag besprochen wird.








Am Samstag, den 14. Oktober 2006 wollen neofaschistische Kameradschaften und die NPD zum 60. Jahrestag der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse vor dem Justizgebäude in der Fürther Straße aufmarschieren. Ihr Motto: "Recht statt Rache - Revision der Nürnberger Prozesse". Aus den verurteilten NS-Tätern von damals sollen heute, 60 Jahre später, also Opfer gemacht werden und damit die Geschichte der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft umgeschrieben werden. Zu den Hintergründen des Naziaufmarsches, zum Verhalten der Stadtverwaltung, die den Aufmarsch bereits genehmigt hat und den antifaschistischen Gegenaktivitäten, ein Beitrag von Bernd Moser von Radio Z.


Aktuelle Informationen zu den Gegenaktivitäten am 14.10. können im Internet unter nazistopp.tk und redside.tk nachgelesen werden.

In Italien gab es verärgerte Reaktionen, als dort Zeitungen über die Einstellung des Verfahrens gegen den ehemaligen Wehrmachtsoffizier Mühlhauser berichteten, der 1943 an einem Kriegsverbrechen auf der griechischen Insel Kephallonia beteiligt war. Mehr als 5000 italienische Soldaten waren damals von den Deutschen Truppen erschossen worden, nachdem die ehemaligen Verbündeten zu Gegnern geworden waren. Empört ist vor allem der Partisanenverband ANPI.
Michael Liebler von Radio Z berichtet über die Hintergründe .
Vor 15 Jahren wurde in Dresden der 28-jährige Mosambikaner Jorge Gomondai von Neonazis getötet. Nun hat die Stadt Dresden nach einen Platz nach ihm benannt. Nach eigenen Angeaben der Stadt, wäre das der erste Platz in Deutschland, der nach einem Opfer neofaschistischer Gewalt benannt wurde. Coloradio Dresden berichtet.
Mahmodd Mamdani, der in Uganda aufgewachsene Sohn indischer Einwanderer, heute Professor an der Columbia Universität untersucht die gesellschaftlichen Diskurse in den westlichen Gesellschaften, die Gewalt als Ausdruck mangelnder Moderne interpretieren. Eine Buchbesprechung von Radio Palmares.
Das war Zip-FM, das Magazin der Freien Radios im deutschsprachigen Raum. Zusammengestellt heute von Radio Z aus Nürnberg.

 
                
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