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zip-fm 15.06.05

        
  im internen Bereich Warum befindet sich dieser Beitrag im internen Bereich? Dass freie-radios.net einen internen Bereich einführen musste ist der Copyright-Rechtslage in diesem Land geschuldet: Auch Radiobeiträge im nichtkommerziellen Bereich werden von der Unterhaltungsindustrie nicht als Kultur-, sondern als Wirtschaftsgut betrachtet. AutorInnen dürfen ihre Sendungen/Beiträge deshalb nur dann freischalten, wenn sie keine "Gema-Musik" beinhalten.
Vielleicht wendest du dich direkt an die AutorInnen und fragst dort nach; sie hätten zukünftig die Möglichkeit, beispielsweise Musik zu verwenden, die unter einer geeigneten Creative-Commons-Lizenz (http://de.creativecommons.org/) steht und dann die Beiträge/Sendungen frei zugänglich zu machen.

MitarbeiterInnen Freier Radios können über den internen Bereich unverändert Beiträge über den Sendungsaustausch herunterladen.
Brief description 1. letzter Castor nach Ahaus unter Dach und Fach (Z, Maike)
2. Sojaanbau - Tropenwälder und Savannen gefährdet (RaBe, Bern)
3. Prozess gg. Libertad wg. online-demo (Z, maike)
Type Magazin
Language deutsch
Subject area International, Environment, Politics/Information
Series zip-fm - Gesamtsendung
Production Date 15.06.2005
Author/s wolli+suse
Radio Radio Unerhört Marburg (RUM) 90,1 MHz
Rudolf-Bultmannstraße 2b
35039 Marburg
fon: 06421/683265, fax: 06421/961995
mail(at)radio-rum.de
Length 29:48 minutes
Name/Size 20050615-zipfm1506-09633.mp3 / 13970 kB
File type MPEG-1 Layer 3, 64 kbit/s, Mono, (44100 kHz)
Date 15.06.2005/15:28
Lizenz keine
Script Hallo und herzlich willkommen zu zip-fm, dem Nachrichtenmagazin der freien Radios.
Für die heutige Sendung ist Radio Unerhört Marburg verantwortlich und wir haben 3 Beiträge aus Nürnberg und der Schweiz.
Es geht um die jüngsten Castortransporte von Rossendorf nach Ahaus, um die Gefährdung tropischer Regenwälder durch Sojaanbau und zum Abschluss um den Lufthansaprozess, über den bereits in vergangenen Sendungen berichtet wurde.

Praktischerweise macht man so etwas nach den Wahlen. Doch Rot-Grün musste in Nordrhein-Westfalen trotzdem abtreten, obwohl sie die Castortransporte bis nach den Landtagswahlen rausgezögert hatten. Nun sind sie alle da, die insgesamt 951 Brennelemente aus dem ehemaligen DDR-Forschungsreaktor Dresden-Rossendorf. 600 Kilometer weit wurden die letzten 6 von insgesamt 18 Castorbehältern in das zentrale Brennelemente-Zwischenlager Ahaus gebracht. Wie immer bei solchen Atommülltransporten: unter heftigen Protesten. Felix Ruwe, Sprecher der BI Ahaus, berichtet gegenüber Radio Z aus Nürnberg von Protesten, Perspektiven und dem letzten der insgesamt 3 Transporte. Überhaupt, wieso mußte dieser Transport scheibchenweise erfolgen?

Soja wird als Kraftfutter für Tiere verwendet. Um den durchschnittlichen Jahres- Bedarf an Milchprodukten und Fleisch eines Menschen in der Schweiz zu decken, muss etwa die Grösse eines Tennisfeldes mit Soja bepflanzt werden.
Das bedeutet, dass immer mehr tropische Wälder und Savannen in Südamerika dem Soja- Anbau zum Opfer fallen.
Mit nachhaltiger Soja- Produktion können die tropischen Wälder aber geschützt werden, wie der Beitrag von Radio Bern zeigt:

Mehr zum Thema Soja- Anbau in Südamerika ist zu finden auf der Internetseite von wwf Schweiz:
www.wwf.ch


Rund 250 antirassistische Initiativen hatten im Juni 2001 zu einer online-Demo gegen Lufthansa aufgerufen. Angeprangert wurde das blühende Geschäft mit Abschiebungen, an dem sich die Fluglinie eine goldene Nase verdient. Tatsächlich konnte durch den ungewohnten Besucheransturm der Kranich für kurze Zeit lahmgelegt werden. Lufthansa erhob Anklage gegen Libertad, eine der Organisationen, die den Protest initiierten, bestritt jedoch lange, dass es den virtuellen DemonstrantInnen überhaupt gelungen war, ihre homepage zu blockieren.
Die zum Prozess geladenene Justiziarin der Lufthansa, Bettina Adenauer, gab nun aber minutenlangen Verzögerungen und eben diese 8 Minuten völligen blackout zu.

Der Prozess begann turbulent. Vor dem Gebäude hatten etwa hundert AbschiebegegnerInnen lautstark „Demonstrationsfreiheit im Internet“ gefordert. BesucherInnen wurden erst nach Leibesvisitationen in den Hochsicherheitssaal gelassen, in dem sonst Strafprozesse nach §129a stattfinden. Viele fanden überhaupt keinen Platz mehr im Gerichtssaal. Mehrere ZuschauerInnen bekamen nur einen Schnipsel mit - sie wurden gewaltsam aus dem Saal entfernt, da sie dem Angeklagten Beifall geklatscht hatten.
Der Anklagepunkt: Nötigung der Lufthansa. Doch im Mittelpunkt des Prozesses steht auch die Frage, ob das Demonstrations- und Versammlungsrecht auch fürs internet gilt. Libertad hatten eine Einstellung des Verfahrens gegen ein Schuldeingeständnis abgelehnt, weil sie auf dem Recht auf Internet-Demonstrationen beharren.
Der erste Prozesstag ist nun rum und – es wurde vertagt. Weshalb, erklärt Hans-Peter Kartenberg von der Kampagne Libertad im Interview mit Radio Z aus Nürnberg.

Und das wars für heute mit einer halben Stunde zip-fm aus Marburg. Mehr Beiträge gibts unter www.freieradios.net oder auf unserer Magazinseite www.zip-fm.net. Tschüß und einen schönen Tag noch!

 
                
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