Mit revolutionären Puppen durch Europa - Eco Rebelde begrüßt den Nationalen Indigenenkongreß im Studio
ID 111644
Drei compañeroas vom Nationalen Indigenenkongreß aus Mexiko begleiten die Delegation der EZLN, der zapatistischen Befreiungsarmee, bei ihrem Weg durch Europa. Sie waren bei Eco Rebelde und den raíces nómades zu Gast im Studio.
Creative Commons BY-NC-SA
Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen erwünscht
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Skript
C: Zuerst einmal möchte ich euch einen schönen guten Tag wünschen und mich sehr für die Einladung in Euer Radio bedanken. Wir sind sehr stolz hier zu sein und mit Euch sprechen und unsere Ansichten teilen zu können.
Der Nationale Indigene Kongreß CNI wurde im Oktober 1996 auf der Basis von zwei Foren, die von der EZLN, der Zapatistischen Befreiungsarmee einberufen worden waren. Wir wollen einen Raum schaffen, in dem alle Gemeinden, Völker und verschiedene Indigene des Landes Mexiko uns treffen können. Wo wir sprechen und uns austauschen können. Der CNI hat sich dann in großes Haus aller indigenen Männer und Frauen des Landes verwandelt. Wir haben auch genau die gleichen sieben Prinzipien wie die EZLN. Die müssen auch von uns, den indigenen Gemeinden Mexikos, umgesetzt werden. Denn von der Regierung werden sie niemals umgesetzt. Denn ihr geht es nur um Macht. Uns, dem CNI und der EZLN geht es um das Wohlergehen unserer Gemeinden.
Die sieben Prinzipien sind 1. Dienen statt sich Bedienen 2. Schaffen statt Zerstören 3. Repräsentieren statt Verdrängen 4. Überzeugen statt Bezwingen 5. Gehorchen statt Befehlen 6. Absteigen statt Aufsteigen 7. Vorschlagen statt Aufzwingen. Das sind die sieben Prinzipien der Zapatistas, des CNI und der indigenen, ursprünglichen Bevölkerung in Mexiko.
J: Auch von mir ein großes Dankeschön für die Einladung und den Raum, den Ihr uns gebt. Ich erzähle Euch ein bißchen über den Indigenen Rat der Regierung erzählen, der ein ergänzender Teil des CNI ist. Er ist wie der Name sagt, eine Regierung. Er ist integriert, um sie zu beraten: ein Mann und eine Frau jeder Sprache aus verschiedenen Regionen, wo die verschiedenen Gemeinden, Nationen und Ortschaften sich befinden. Ausgewählte Männer und Frauen werden als Delegierte zum CNI geschickt und tragen in ihre eigenen Versammlungen die Vorschläge und Aktionen, die beim Nationalen Indigenen Kongreß entschieden werden. Unsere Pressesprecherin und Repräsentantin ist María de Jesús Patricio, eine indigene Frau, die die Stimme erhabt für die, die sonst keine Stimme haben oder haben sollten. Sie wurde im Mai 2017 im Indigenen Zentrum für Integrale Ausbildung, Universität der Erde, Chiapas gewählt. Das sind alles Frauen und Männer, die für einen Wandel in Mexiko arbeiten und gegen den Kapitalismus kämpfen.
R: Guten Tag, auch ich bin Teil des Nationalen Indigenen Kongresses CNI. Danke für die Einladung. Hallo auch an alle Hörerinnen und Hörer. Wir sind hier, um unsere Anliegen der Öffentlichkeit darzulegen. Wir als CNI sind gegen den Kapitalismus, gegen das Patriarchat. Wir sind die ursprüngliche Bevölkerung, die ihre Stimme erhebt gegen die schlechte Regierung, gegen die Auflagen, die uns die Regierung aufzwingen möchte, unserem Wald, dem Wasser, dem Land; wir erheben die Stimme dagegen, daß sie unsere autonome Lebensweise, an die wir gewöhnt sind, korrumpieren möchte. Wir sind gegen Großprojekte, gegen den europäischen Kapitalismus, der uns, den indigenen Gemeinden, auf mexikanischem Boden Schaden zufügt. Er sieht nur das Geld, nicht die Natur. In Wahrheit sind nicht nur wir Indigene in Mexiko betroffen, sondern alle Menschen überall. Wir haben auch hier Schäden gesehen auf landwirtschaftlich genutztem Land, in den Bergen. Überall sehen wir die Schäden, die der Umwelt zugefügt werden im Namen des Geldes.
Meike: Auf eurer Website habe ich oft den Begriff der Extemporáneos, der Unzeitgemäßen, gesehen. Könnt ihr den begriff erklären?
C: Der Begriff die Unzeitgemäßen suggeriert, daß wir auf der Durchreise sind und nicht zurückkehren würden. Und vielleicht kommen wir nicht zurück und sie nennen uns so. wir kommen kurz vorbei, und dann vergeßt Ihr uns. Aber das stimmt nicht.
R: Wir haben eine compañera, sie gehört den Otomí an. Sie stellt rebellische Otomípuppen her. Sie wurde die Unzeitgemäße genannt, als sie ihren Paß beantragte. Die Regierung sagte ihr: Du bist unzeitgemäß, weil du deinen Paß willst. Sie hat eine Puppe, die Puppe trägt unsere traditionelle Kleidung und sie repräsentiert dieses Unzeitgemäße. Die compañera ist jetzt auf der Reise durch Europa mit dieser Puppe. Sie nimmt an Demonstrationen teil, sie ist Teil des Kampfes, Teil der feministischen Bewegung, sie trifft sich mit dem Europa von unten, sie ist überall. Das heißt, wir sind keine Unzeitgemäßen. Wir wollen und werden leben, so wir wir Einheimischen seit Jahrhunderten in unseren Ortschaften und Gemeinden leben.
Der Nationale Indigene Kongreß CNI wurde im Oktober 1996 auf der Basis von zwei Foren, die von der EZLN, der Zapatistischen Befreiungsarmee einberufen worden waren. Wir wollen einen Raum schaffen, in dem alle Gemeinden, Völker und verschiedene Indigene des Landes Mexiko uns treffen können. Wo wir sprechen und uns austauschen können. Der CNI hat sich dann in großes Haus aller indigenen Männer und Frauen des Landes verwandelt. Wir haben auch genau die gleichen sieben Prinzipien wie die EZLN. Die müssen auch von uns, den indigenen Gemeinden Mexikos, umgesetzt werden. Denn von der Regierung werden sie niemals umgesetzt. Denn ihr geht es nur um Macht. Uns, dem CNI und der EZLN geht es um das Wohlergehen unserer Gemeinden.
Die sieben Prinzipien sind 1. Dienen statt sich Bedienen 2. Schaffen statt Zerstören 3. Repräsentieren statt Verdrängen 4. Überzeugen statt Bezwingen 5. Gehorchen statt Befehlen 6. Absteigen statt Aufsteigen 7. Vorschlagen statt Aufzwingen. Das sind die sieben Prinzipien der Zapatistas, des CNI und der indigenen, ursprünglichen Bevölkerung in Mexiko.
J: Auch von mir ein großes Dankeschön für die Einladung und den Raum, den Ihr uns gebt. Ich erzähle Euch ein bißchen über den Indigenen Rat der Regierung erzählen, der ein ergänzender Teil des CNI ist. Er ist wie der Name sagt, eine Regierung. Er ist integriert, um sie zu beraten: ein Mann und eine Frau jeder Sprache aus verschiedenen Regionen, wo die verschiedenen Gemeinden, Nationen und Ortschaften sich befinden. Ausgewählte Männer und Frauen werden als Delegierte zum CNI geschickt und tragen in ihre eigenen Versammlungen die Vorschläge und Aktionen, die beim Nationalen Indigenen Kongreß entschieden werden. Unsere Pressesprecherin und Repräsentantin ist María de Jesús Patricio, eine indigene Frau, die die Stimme erhabt für die, die sonst keine Stimme haben oder haben sollten. Sie wurde im Mai 2017 im Indigenen Zentrum für Integrale Ausbildung, Universität der Erde, Chiapas gewählt. Das sind alles Frauen und Männer, die für einen Wandel in Mexiko arbeiten und gegen den Kapitalismus kämpfen.
R: Guten Tag, auch ich bin Teil des Nationalen Indigenen Kongresses CNI. Danke für die Einladung. Hallo auch an alle Hörerinnen und Hörer. Wir sind hier, um unsere Anliegen der Öffentlichkeit darzulegen. Wir als CNI sind gegen den Kapitalismus, gegen das Patriarchat. Wir sind die ursprüngliche Bevölkerung, die ihre Stimme erhebt gegen die schlechte Regierung, gegen die Auflagen, die uns die Regierung aufzwingen möchte, unserem Wald, dem Wasser, dem Land; wir erheben die Stimme dagegen, daß sie unsere autonome Lebensweise, an die wir gewöhnt sind, korrumpieren möchte. Wir sind gegen Großprojekte, gegen den europäischen Kapitalismus, der uns, den indigenen Gemeinden, auf mexikanischem Boden Schaden zufügt. Er sieht nur das Geld, nicht die Natur. In Wahrheit sind nicht nur wir Indigene in Mexiko betroffen, sondern alle Menschen überall. Wir haben auch hier Schäden gesehen auf landwirtschaftlich genutztem Land, in den Bergen. Überall sehen wir die Schäden, die der Umwelt zugefügt werden im Namen des Geldes.
Meike: Auf eurer Website habe ich oft den Begriff der Extemporáneos, der Unzeitgemäßen, gesehen. Könnt ihr den begriff erklären?
C: Der Begriff die Unzeitgemäßen suggeriert, daß wir auf der Durchreise sind und nicht zurückkehren würden. Und vielleicht kommen wir nicht zurück und sie nennen uns so. wir kommen kurz vorbei, und dann vergeßt Ihr uns. Aber das stimmt nicht.
R: Wir haben eine compañera, sie gehört den Otomí an. Sie stellt rebellische Otomípuppen her. Sie wurde die Unzeitgemäße genannt, als sie ihren Paß beantragte. Die Regierung sagte ihr: Du bist unzeitgemäß, weil du deinen Paß willst. Sie hat eine Puppe, die Puppe trägt unsere traditionelle Kleidung und sie repräsentiert dieses Unzeitgemäße. Die compañera ist jetzt auf der Reise durch Europa mit dieser Puppe. Sie nimmt an Demonstrationen teil, sie ist Teil des Kampfes, Teil der feministischen Bewegung, sie trifft sich mit dem Europa von unten, sie ist überall. Das heißt, wir sind keine Unzeitgemäßen. Wir wollen und werden leben, so wir wir Einheimischen seit Jahrhunderten in unseren Ortschaften und Gemeinden leben.

