Ecuador: Massenproteste gegen Prekarisierung und für indigene Rechte

ID 116579
1. Teil Extern gespeichert!
AnhörenDownload
In Ecuador gingen in einem landesweiten Streik 18 Tage lang überall Menschen auf die Straßen. Mit Straßenblockaden und Demos legten sie bis zum 30. Juni große Teile des Landes lahm. Sie riefen: „Mindestlohn dem Präsidenten, damit er merkt, wie sich das anfühlt!“ Dabei kann man in Ecuador von Glück reden, wenn man den Mindestlohn von monatlich 425 Dollar verdient. Laut Zahlen des nationalen Statistikinstituts haben nämlich nur 3 von 10 Ecuadorianer*innen eine sogenannte würdige Arbeit, verdienen also den Mindestlohn oder mehr. Die monatlichen Lebenshaltungskosten für eine vierköpfige Familie übersteigen diesen Mindestlohn aktuell um über die Hälfte. Aufgerufen zu den landesweiten Streiks hatten verschiedene indigene Organisationen, darunter der indigene Dachverband CONAIE. Schnell haben sich aber viele andere Sektoren angeschlossen, etwa Studierende, Lehrer*innen und Hausfrauen, wie die Soziologieprofessorin Ana Cecilia Salazar auf einer Demo am 16. Juni in Cuenca in Südecuador erzählte. Es seien wirtschaftliche Maßnahmen erforderlich, um die Leute in der schwierigen Lage nach der Pandemie zu unterstützen.
Audio
07:21 min, 7 MB, mp3
mp3, 128 kbit/s, Stereo (44100 kHz)
Upload vom 12.07.2022 / 12:25
Klassifizierung

Beitragsart: Gebauter Beitrag
Sprache: deutsch
Redaktionsbereich:
Serie: ONDA-Beiträge
Entstehung

AutorInnen: Mirjana Jandik
Radio: npla, Berlin im www
Produktionsdatum: 12.07.2022
CC BY-NC-SA
Creative Commons BY-NC-SA
Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen erwünscht
Skript
Kein Skript vorhanden.

Kommentare
13.07.2022 / 09:11 sabine und flo, Radio Dreyeckland, Freiburg
gesendet im Mi-Mora
vielen dank
 
15.07.2022 / 14:56 Tagesaktuelle Redaktion, Radio Corax, Halle
Danke!
gesendet im Morgenmagazin am 13. Juli um 7.45 Uhr