Piepvogel der Woche (471): Die Zirbelzecke
ID 139083
Bunte Puschel auf dem Kopf
Creative Commons BY-NC-SA
Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen erwünscht
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Skript
Heute: Die Zirbelzecke. Coronilla illumina.
Die adulte Zirbelzecke ist ein endemischer Parasit der menschlichen Zirbeldrüse. Sie hat ein etwas fusseliges blaues Abdomen mit dekorativ orangen Farbtupfen und sitzt wie ein kleiner Mützenbommel auf dem Scheitel des Menschen. Vollgesogen beträgt ihr Umfang ca. 5 Zentimeter. Für eine Zecke richtet erstaunlich wenig Schaden an, da sie keine Krankheitserreger überträgt und weil die meisten Leute ihre Zirbeldrüse, also ihr „Drittes Auge“ oben auf'm Kopf sowieso bis zur Funktionsunfähigkeit zerlötet haben.
Die nächstverwandten Menschenaffen weisen einen ähnlichen Parasiten nicht auf, was seit jüngerer Zeit wieder pseudowissenschaftliche Diskussionen um die Sonderstellung des Menschen im natürlichen System entfacht.
Einige selbst ernannte Evolutions-Experten sehen die Zirbelzecke als den Auslöser für das exorbitante Großhirnwachstum des Menschen an; allerdings ziehen sie sich sofort schmollend in ihre Telegram-Bubble zurück, sobald sogenannte Schulwissenschaftler darauf hinweisen, dass der Mensch auch dann ein riesiges Großhirn aufweist, wenn er noch nie von einer Zirbelzecke befallen war.
In den Telegram-Blasen suchen dann digitale Wünschelrutengänger nach dem Grund der prä-adaptiven Vorbereitung des Menschen auf den Befall mit Zirbelzecken (durch Ausbildung eines riesigen Großhirns) – und stellen anschließend Vermutungen auf, dass die Zirbelzecke in Wahrheit ein Empfänger für die Chakren 8 bis 14 sei, welcher sich nur zur ultimativen Erleuchtung bereiten Menschen einpflanzen würde.
Sobald diese Vermutung sich draußen in der bösen Schulwissenschaft zeigt, gibt es aber leider gleich wieder Gegenargumente, dass auch eindeutig nicht-erleuchtete Personen eine Zecke auf dem Scheitel haben können. Gegenschuss aus der Blubberblase; das sei dann aber nur eine ordinäre Zecke; sofortiger Rückzug bei der Nachfrage, ob die Artbestimmung durch einen Experten vorgenommen worden wäre…
Dem folgt das bei Schwurblern übliche weitere Hin-und Her-Gepampe von wegen „Schulexperten“ und „Lügenpräser“ bli bla blubb; Fakt bleibt, dass die Zirbelzecke erstaunlich wenig Schaden anrichtet, und wenn sie sich mit Zirbel vollgenuckelt hat, wie jede andere Zeckenart vom Wirt plumpst.
Larvenstadium und Zwischenwirte der Zirbelzecke sind noch unbekannt.
Die adulte Zirbelzecke ist ein endemischer Parasit der menschlichen Zirbeldrüse. Sie hat ein etwas fusseliges blaues Abdomen mit dekorativ orangen Farbtupfen und sitzt wie ein kleiner Mützenbommel auf dem Scheitel des Menschen. Vollgesogen beträgt ihr Umfang ca. 5 Zentimeter. Für eine Zecke richtet erstaunlich wenig Schaden an, da sie keine Krankheitserreger überträgt und weil die meisten Leute ihre Zirbeldrüse, also ihr „Drittes Auge“ oben auf'm Kopf sowieso bis zur Funktionsunfähigkeit zerlötet haben.
Die nächstverwandten Menschenaffen weisen einen ähnlichen Parasiten nicht auf, was seit jüngerer Zeit wieder pseudowissenschaftliche Diskussionen um die Sonderstellung des Menschen im natürlichen System entfacht.
Einige selbst ernannte Evolutions-Experten sehen die Zirbelzecke als den Auslöser für das exorbitante Großhirnwachstum des Menschen an; allerdings ziehen sie sich sofort schmollend in ihre Telegram-Bubble zurück, sobald sogenannte Schulwissenschaftler darauf hinweisen, dass der Mensch auch dann ein riesiges Großhirn aufweist, wenn er noch nie von einer Zirbelzecke befallen war.
In den Telegram-Blasen suchen dann digitale Wünschelrutengänger nach dem Grund der prä-adaptiven Vorbereitung des Menschen auf den Befall mit Zirbelzecken (durch Ausbildung eines riesigen Großhirns) – und stellen anschließend Vermutungen auf, dass die Zirbelzecke in Wahrheit ein Empfänger für die Chakren 8 bis 14 sei, welcher sich nur zur ultimativen Erleuchtung bereiten Menschen einpflanzen würde.
Sobald diese Vermutung sich draußen in der bösen Schulwissenschaft zeigt, gibt es aber leider gleich wieder Gegenargumente, dass auch eindeutig nicht-erleuchtete Personen eine Zecke auf dem Scheitel haben können. Gegenschuss aus der Blubberblase; das sei dann aber nur eine ordinäre Zecke; sofortiger Rückzug bei der Nachfrage, ob die Artbestimmung durch einen Experten vorgenommen worden wäre…
Dem folgt das bei Schwurblern übliche weitere Hin-und Her-Gepampe von wegen „Schulexperten“ und „Lügenpräser“ bli bla blubb; Fakt bleibt, dass die Zirbelzecke erstaunlich wenig Schaden anrichtet, und wenn sie sich mit Zirbel vollgenuckelt hat, wie jede andere Zeckenart vom Wirt plumpst.
Larvenstadium und Zwischenwirte der Zirbelzecke sind noch unbekannt.
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| 17.11.2025 / 22:31 | coloRadio, coloRadio, Dresden |
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