Piepvogel der Woche (477): Heizungen
ID 140045
Fischers Freunde im Winter
Creative Commons BY-NC-SA
Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen erwünscht
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Skript
Heute: Die Heizungen. Platichthies thermae.
Wenn im Norden die Deiche ihre Blätter abwerfen, fahren die Fischer auf ihren Schlickrutscher-Kuttern
raus und schmeißen die Netze auf spezielle Beute. Die nun ins Watt einwandernden Heizungen sind ihr
Ziel. Sie werden nicht zum Verzehr gefangen, sondern um im vor der Tür stehenden Winter die Katen
schön muckelig zu haben. Die Heizungen werden hierzu in extra angefertigten Halterungen senkrecht
an die Wände gestellt, denn der Grog schlürft sich viel schöner mit warmen Füßen.
Wenn es Frühling wird, werden die Heizungen wieder ins Watt gebracht und freigelassen, damit sie
sich dem eigenen Familienleben sowie der Völlerei in der Sargassosee widmen können. Während die
Heizungen in den menschlichen Behausungen stehen, fasten sie nämlich, nur ab und zu, wenn sie
Blubbergeräusche machen, bekommen sie einen Schluck Wasser nachgefüllt.
Manche Heizungen kennen ihre Fischer schon seit vielen Jahren und springen ganz ohne Nachhelfen
ins richtige Boot. Jedes Jahr weisen sie eine Rippe mehr auf, so dass die Halterungen solcher zahmen
Heizungen jedes Jahr etwas verlängert werden müssen, was die Fischer aber gerne tun. Denn der Grog
schlürft sich mit noch wärmeren Füßen noch schöner.
Kurz bevor die Heizungen zu lang für eine Wand werden und nur noch mit Knick aufgestellt werden
könnten, behelfen sich die Fischer, indem sie andere Boote anschaffen, welche die Heizungen nicht
kennen. Denn Heizungen mit Knick aufzustellen wäre Tierquälerei.
Wenn im Norden die Deiche ihre Blätter abwerfen, fahren die Fischer auf ihren Schlickrutscher-Kuttern
raus und schmeißen die Netze auf spezielle Beute. Die nun ins Watt einwandernden Heizungen sind ihr
Ziel. Sie werden nicht zum Verzehr gefangen, sondern um im vor der Tür stehenden Winter die Katen
schön muckelig zu haben. Die Heizungen werden hierzu in extra angefertigten Halterungen senkrecht
an die Wände gestellt, denn der Grog schlürft sich viel schöner mit warmen Füßen.
Wenn es Frühling wird, werden die Heizungen wieder ins Watt gebracht und freigelassen, damit sie
sich dem eigenen Familienleben sowie der Völlerei in der Sargassosee widmen können. Während die
Heizungen in den menschlichen Behausungen stehen, fasten sie nämlich, nur ab und zu, wenn sie
Blubbergeräusche machen, bekommen sie einen Schluck Wasser nachgefüllt.
Manche Heizungen kennen ihre Fischer schon seit vielen Jahren und springen ganz ohne Nachhelfen
ins richtige Boot. Jedes Jahr weisen sie eine Rippe mehr auf, so dass die Halterungen solcher zahmen
Heizungen jedes Jahr etwas verlängert werden müssen, was die Fischer aber gerne tun. Denn der Grog
schlürft sich mit noch wärmeren Füßen noch schöner.
Kurz bevor die Heizungen zu lang für eine Wand werden und nur noch mit Knick aufgestellt werden
könnten, behelfen sich die Fischer, indem sie andere Boote anschaffen, welche die Heizungen nicht
kennen. Denn Heizungen mit Knick aufzustellen wäre Tierquälerei.

