Repression gegen G8-Proteste? Besuch im Berliner Köpi
ID 15359
Bericht zur Hausdurchsuchung des Berliner Köpi, Zusammenhängen mit den Protesten gegen den G8-Gipfel und Hausdurchsuchungen in München...
Klassifizierung
Beitragsart: Gebauter Beitrag
Sprache: deutsch
Redaktionsbereich: Politik/Info
Serie: zip-fm - Einzelbeitrag
Creative Commons BY-NC-SA
Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen erwünscht
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Skript
Anmod:
Seit über 17 Jahren gibt es das Köpi in der Köpenickerstraße. In dem 1990 kurz nach der Wende besetzten Haus wohnen Menschen in einem selbstbestimmten Wohnprojekt. Es gibt mehrere Gemeinschaftsräume, die von verschiedenen politischen und kulturellen Projekten zu unkommerziellen Veranstaltungen genutzt werden.
Nach den Erfahrungen der extrem gewaltsamen Räumung der Mainzer Straße in Berlin 1990 wurde das Köpi 1991 legalisiert. Die BewohnerInnen handelten mit der Stadtverwaltung Verträge aus. 1995 kam es dann zur Rückübertragung an eine private hausverwaltung, die den 60 BewohnerInnen kündigte. Die Räumungsklage dieser Hausverwaltung wurde jedoch abgewiesen und kurze Zeit später ging das Immobilienbüro pleite. 1999 versuchte das zuständige Amtsgericht das Köpi-Projekt mittels einer Zwangsversteigerung aufzulösen. Aber auch dieser und die folgenden drei Versuche der Zwangsversteigerung schlugen fehl. Grund war eine bundesweite Solikampagne und starker Protest in Berlin.
Jetzt im Vorfeld des G8-Gipfels scheint die Stadt Berlin und die Sicherheitsorgane des Staates einen neuen Versuch zu starten.
Seit über 17 Jahren gibt es das Köpi in der Köpenickerstraße. In dem 1990 kurz nach der Wende besetzten Haus wohnen Menschen in einem selbstbestimmten Wohnprojekt. Es gibt mehrere Gemeinschaftsräume, die von verschiedenen politischen und kulturellen Projekten zu unkommerziellen Veranstaltungen genutzt werden.
Nach den Erfahrungen der extrem gewaltsamen Räumung der Mainzer Straße in Berlin 1990 wurde das Köpi 1991 legalisiert. Die BewohnerInnen handelten mit der Stadtverwaltung Verträge aus. 1995 kam es dann zur Rückübertragung an eine private hausverwaltung, die den 60 BewohnerInnen kündigte. Die Räumungsklage dieser Hausverwaltung wurde jedoch abgewiesen und kurze Zeit später ging das Immobilienbüro pleite. 1999 versuchte das zuständige Amtsgericht das Köpi-Projekt mittels einer Zwangsversteigerung aufzulösen. Aber auch dieser und die folgenden drei Versuche der Zwangsversteigerung schlugen fehl. Grund war eine bundesweite Solikampagne und starker Protest in Berlin.
Jetzt im Vorfeld des G8-Gipfels scheint die Stadt Berlin und die Sicherheitsorgane des Staates einen neuen Versuch zu starten.
Kommentare
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19.01.2007 / 14:38 | Stefan Zimmer, radiokampagne.de Berlin |
gesendet
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bei zip-fm am 19.01.07 | |