Noticias - Meldungen aus Lateinamerika: 16. November 2010
ID 37355
Nachrichten aus Lateinamerika deutsch/spanisch:
Radio Vallekas in Madrid ist von der Schließung bedroht / 10. Weltkongress des Verbands der Community-Radios AMARC ging zu Ende / Kritik an politischem Engagement von Entwicklungsminister Dirk Niebel in Südamerika / In Costa Rica und Nicaragua kam es erneut zum Streit über die Grenzziehung / In Uruguay wurde ein General wegen Mordes während der Militärdiktatur angeklagt / In Honduras wurde gestreikt / In Kolumbien wurde ein Massengrab entdeckt
Veranstaltungstipp: Fachtagung „Die neue Landbahme in Afrika, Asien und Lateinamerika", 18. November, Berlin,
Infos:
http://www.fdcl-berlin.de/aktuelles/2010...
und außerdem: s.u.
Radio Vallekas in Madrid ist von der Schließung bedroht / 10. Weltkongress des Verbands der Community-Radios AMARC ging zu Ende / Kritik an politischem Engagement von Entwicklungsminister Dirk Niebel in Südamerika / In Costa Rica und Nicaragua kam es erneut zum Streit über die Grenzziehung / In Uruguay wurde ein General wegen Mordes während der Militärdiktatur angeklagt / In Honduras wurde gestreikt / In Kolumbien wurde ein Massengrab entdeckt
Veranstaltungstipp: Fachtagung „Die neue Landbahme in Afrika, Asien und Lateinamerika", 18. November, Berlin,
Infos:
http://www.fdcl-berlin.de/aktuelles/2010...
und außerdem: s.u.
Klassifizierung
Beitragsart: Nachricht
Sprache: deutsch
Redaktionsbereich: Internationales
Serie: Noticias
Creative Commons BY-NC-SA
Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen erwünscht
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Skript
Bei einer Meuterei sind in einem brasilianischen Gefängnis drei Menschen getötet worden
Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Letzten Mittwoch sei es zu einer zweiten Rebellion innerhalb von zwei Tagen gekommen. Schauplatz sei das Gefängnis der Stadt Manaus gewesen, wo drei Häftlinge zu Tode gekommen seien. Sechs Justizangestellte seien aus der Gewalt der Häftlinge entlassen worden. Zu dem Aufstand sei es nach einer Auseinandersetzung zwischen Häftlingen gekommen. Wie eine Sprecherin der Regierung des Amazonas-Staates angab, kritisierten die Insassen die schlechten Haftbedingungen. Weiterhin hätten sie die Anwesenheit eines Richters und eines Menschenrechtsexperten gefordert. Weiterhin wird gemeldet, dass am Dienstag letzter Woche in dem Hochsicherheitsgefängnis von Pedrinhas im Bundesstaat Maranhão bei einer Rebellion 18 Häftlinge ums Leben gekommen seien. Die Ursachen für die Gewalt in Brasiliens Gefängnissen seien Überfüllung und der Mangel an AufseherInnen. Oftmals beherrschen kriminelle Banden die Anstalten, die Leitung ist oft korrupt und unfähig, für Ordnung zu sorgen. Auch die Haftanstalt von Manaus war völlig überfüllt: Statt 200 Insassen sitzen dort derzeit über 800 Menschen ein.
Staatsanwaltschaft legt Veto gegen Belo-Monte-Staudamm in Brasilien ein
Laut Amerika 21 habe die Staatsanwaltschaft des basilianischen Bundesstaates Pará die Bundesumweltbehörde Ibama aufgefordert, zunächst keine Umweltgenehmigung für den umstrittenen Staudamm Belo Monte am Xingu-Fluss in Amazonien zu erteilen. Zunächst sei dafür Sorge zu tragen, dass die Auflagen vom Februar diesen Jahres, von den Betreibern erfüllt werden. Die Staatsanwälte hätten die Umweltbehörde ausdrücklich vor etwaigen Versuchen gewarnt, durch Teil-Umweltlizenzen die gültige Rechtslage zu umgehen. Das Belo-Monte-Projekt mit einer Kapazität von über 11 Gigawatt sei eines der liebsten Projekte des noch amtierenden Präsidenten da Silva. Entgegen anders lautender Versprechen hätte die brasilianische Regierung dieses Projekt gegen alle Wiederstände durchgeboxt. Nach dem Drei-Schluchten-Staudamm in China und dem Itaipú-Werk in Brasilien und Paraguay würde mit Belo Monte das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt errichtet. Gegen das Projekt gibt es seit über 20 Jahren erbitterten Widerstand, vor allem seitens der Kayapó und anderer indigener Völker sowie durch Flussanwohner und soziale Bewegungen.
Mindestens 27 HIV-positive Frauen wurden seit 2000 zwangssterilisiert.
Poonal berichtet: Mindestens 27 HIV-positive Frauen seien in Chile seit 2000 zwangssterilisiert worden. Dies hätte eine kürzlich erschienene Studie mit dem Titel: „Versagte Würde: Verletzung der Rechte von HIV-positiven Frauen in chilenischen Kliniken" aufgedeckt. Dieser Bericht lege offen, dass Frauen, die mit dem HIV-Virus infiziert sind, nach einer Entbindung einer chirurgischen Sterilisation unterzogen werden, ohne dem zugestimmt zu haben. Dies verstoße gegen bestehende Gesundheitsgesetze, die eine Einwilligung zwingend vorschreiben. 2009 hätten das Zentrum für reproduktive Rechte in New York, sowie die chilenische Organisation Vivo Positivo den Fall einer der zwangssterilisierten Frauen vor den Lateinamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte gebracht. Der Grund dafür sei, ein chilenisches Gericht das die Klage gegen das behandelnde Krankenhaus zurückgewiesen hätte, und zwar ohne die Möglichkeit der Berufung.
Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Letzten Mittwoch sei es zu einer zweiten Rebellion innerhalb von zwei Tagen gekommen. Schauplatz sei das Gefängnis der Stadt Manaus gewesen, wo drei Häftlinge zu Tode gekommen seien. Sechs Justizangestellte seien aus der Gewalt der Häftlinge entlassen worden. Zu dem Aufstand sei es nach einer Auseinandersetzung zwischen Häftlingen gekommen. Wie eine Sprecherin der Regierung des Amazonas-Staates angab, kritisierten die Insassen die schlechten Haftbedingungen. Weiterhin hätten sie die Anwesenheit eines Richters und eines Menschenrechtsexperten gefordert. Weiterhin wird gemeldet, dass am Dienstag letzter Woche in dem Hochsicherheitsgefängnis von Pedrinhas im Bundesstaat Maranhão bei einer Rebellion 18 Häftlinge ums Leben gekommen seien. Die Ursachen für die Gewalt in Brasiliens Gefängnissen seien Überfüllung und der Mangel an AufseherInnen. Oftmals beherrschen kriminelle Banden die Anstalten, die Leitung ist oft korrupt und unfähig, für Ordnung zu sorgen. Auch die Haftanstalt von Manaus war völlig überfüllt: Statt 200 Insassen sitzen dort derzeit über 800 Menschen ein.
Staatsanwaltschaft legt Veto gegen Belo-Monte-Staudamm in Brasilien ein
Laut Amerika 21 habe die Staatsanwaltschaft des basilianischen Bundesstaates Pará die Bundesumweltbehörde Ibama aufgefordert, zunächst keine Umweltgenehmigung für den umstrittenen Staudamm Belo Monte am Xingu-Fluss in Amazonien zu erteilen. Zunächst sei dafür Sorge zu tragen, dass die Auflagen vom Februar diesen Jahres, von den Betreibern erfüllt werden. Die Staatsanwälte hätten die Umweltbehörde ausdrücklich vor etwaigen Versuchen gewarnt, durch Teil-Umweltlizenzen die gültige Rechtslage zu umgehen. Das Belo-Monte-Projekt mit einer Kapazität von über 11 Gigawatt sei eines der liebsten Projekte des noch amtierenden Präsidenten da Silva. Entgegen anders lautender Versprechen hätte die brasilianische Regierung dieses Projekt gegen alle Wiederstände durchgeboxt. Nach dem Drei-Schluchten-Staudamm in China und dem Itaipú-Werk in Brasilien und Paraguay würde mit Belo Monte das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt errichtet. Gegen das Projekt gibt es seit über 20 Jahren erbitterten Widerstand, vor allem seitens der Kayapó und anderer indigener Völker sowie durch Flussanwohner und soziale Bewegungen.
Mindestens 27 HIV-positive Frauen wurden seit 2000 zwangssterilisiert.
Poonal berichtet: Mindestens 27 HIV-positive Frauen seien in Chile seit 2000 zwangssterilisiert worden. Dies hätte eine kürzlich erschienene Studie mit dem Titel: „Versagte Würde: Verletzung der Rechte von HIV-positiven Frauen in chilenischen Kliniken" aufgedeckt. Dieser Bericht lege offen, dass Frauen, die mit dem HIV-Virus infiziert sind, nach einer Entbindung einer chirurgischen Sterilisation unterzogen werden, ohne dem zugestimmt zu haben. Dies verstoße gegen bestehende Gesundheitsgesetze, die eine Einwilligung zwingend vorschreiben. 2009 hätten das Zentrum für reproduktive Rechte in New York, sowie die chilenische Organisation Vivo Positivo den Fall einer der zwangssterilisierten Frauen vor den Lateinamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte gebracht. Der Grund dafür sei, ein chilenisches Gericht das die Klage gegen das behandelnde Krankenhaus zurückgewiesen hätte, und zwar ohne die Möglichkeit der Berufung.
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| 20.11.2010 / 22:59 | sonar aktuell, bermuda.funk - Freies Radio Rhein-Neckar |
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gesendet
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| am 19.Nov 2010 | |

