Gender, Migration und Rassismus - die 22. Edition der Nippon Connection in Frankfurt am Main
ID 115912
Die 22. Nippon Connection vom 24. - 29. Mai in Frankfurt am Main und noch bis 6. Juni im Streaming zeigte nicht nur Animes, Yakuzafilme und Historienschinken sondern auch durchaus gesellschaftskritische Dokus, queere Dramen und zeitgenössische Coming-Of-Age Literaturverfilmungen.
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Hinweis: Die On-Demand-Dienste funktionieren leider nur mit proprietärem Betriebssystem!
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Creative Commons BY-NC-SA
Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen erwünscht
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Skript
• Ich bin selbst ein transgender Mann und das hat mir oft das Gefühl gegeben, daß ich andere Werte habe und eine andere Ausgangssituation erlebe, als meine Mutter.
• In den 1990ern gab es ein System mit dem Namen “Talentvisum”. Vor allem Frauen von den Philippinen kamen damals nach Japan.
• Die erste Inspiration für den Film war das große Erdbeben in Ostjapan. Mit dieser Naturkatastrophe einher gingen viele Unsicherheiten, es hat große Auswirkungen auf die Gesellschaft und mein Film basiert darauf.
• Ich denke, Sie erinnern sich an die Nachrichten, als so viele Menschen in kleinen Booten in Richtung Japan flohen.
• Nur eine von 32 Regisseur*innen von großen und kommerziell erfolgreichen Filmen ist weiblich. Das ist natürlich sehr wenig.
• Der Mann arbeitet außerhalb der Wohnung, bringt Geld nachhause, die Frau oder die Großeltern kümmern sich um den Haushalt und alles andere. Das bedeutet, daß Männer sich ausschließlich auf ihre Arbeit konzentrieren können und durch nichts abgelenkt werden. Das bedeutet auch, daß Filme in einem sehr kurzen Zeitraum gedreht werden können, weil Männer auf nichts Rücksicht nehmen müssen und sich ausschließlich auf ihre Arbeit konzentrieren können.
• Auf der einen Seite sind es lange Arbeitstage. Wenn du also ein Kind hast, mußt du einen Babysitter anheuern, den du dann aber bezahlen mußt. Aber Frauen werden in der Filmindustrie schlechter bezahlt als ihre männliche Kollegen. Also bezahlst du den Babysitter, behältst aber fast nichts übrig. Ein anderes Problem ist, daß alles nur auf dem gesprochenen Wort basiert. Es gibt kaum geschriebene Verträge. Das heißt auch, daß ein Filmprojekt von einem Moment auf den anderen gecancelt werden kann. Du kannst also nicht planen, wenn du nicht weißt, ob der Dreh stattfindet oder nicht. Das ist eine große Unsicherheit in der Filmindustrie. Die Leute erheben ihre Stimme. Der Einfluß der #Metoo Debatte ist endlich auch in Japan angekommen.
• Ich habe gehört, das Wort […] auf Koreanisch heißt “stark”. Ich denke, das paßt sehr gut. Sie machen Seminare darüber, was Belästigung heißt und wie sich verhalten, wenn mensch damit zu tun hat. Sie erstellen auch Umfragen und beraten als neutrale dritte Instanz. Sie vermitteln auch an Rechtsanwält*innen oder Ärtz*innen, wenn es nötig sein sollte.
• In den 1990ern gab es ein System mit dem Namen “Talentvisum”. Vor allem Frauen von den Philippinen kamen damals nach Japan.
• Die erste Inspiration für den Film war das große Erdbeben in Ostjapan. Mit dieser Naturkatastrophe einher gingen viele Unsicherheiten, es hat große Auswirkungen auf die Gesellschaft und mein Film basiert darauf.
• Ich denke, Sie erinnern sich an die Nachrichten, als so viele Menschen in kleinen Booten in Richtung Japan flohen.
• Nur eine von 32 Regisseur*innen von großen und kommerziell erfolgreichen Filmen ist weiblich. Das ist natürlich sehr wenig.
• Der Mann arbeitet außerhalb der Wohnung, bringt Geld nachhause, die Frau oder die Großeltern kümmern sich um den Haushalt und alles andere. Das bedeutet, daß Männer sich ausschließlich auf ihre Arbeit konzentrieren können und durch nichts abgelenkt werden. Das bedeutet auch, daß Filme in einem sehr kurzen Zeitraum gedreht werden können, weil Männer auf nichts Rücksicht nehmen müssen und sich ausschließlich auf ihre Arbeit konzentrieren können.
• Auf der einen Seite sind es lange Arbeitstage. Wenn du also ein Kind hast, mußt du einen Babysitter anheuern, den du dann aber bezahlen mußt. Aber Frauen werden in der Filmindustrie schlechter bezahlt als ihre männliche Kollegen. Also bezahlst du den Babysitter, behältst aber fast nichts übrig. Ein anderes Problem ist, daß alles nur auf dem gesprochenen Wort basiert. Es gibt kaum geschriebene Verträge. Das heißt auch, daß ein Filmprojekt von einem Moment auf den anderen gecancelt werden kann. Du kannst also nicht planen, wenn du nicht weißt, ob der Dreh stattfindet oder nicht. Das ist eine große Unsicherheit in der Filmindustrie. Die Leute erheben ihre Stimme. Der Einfluß der #Metoo Debatte ist endlich auch in Japan angekommen.
• Ich habe gehört, das Wort […] auf Koreanisch heißt “stark”. Ich denke, das paßt sehr gut. Sie machen Seminare darüber, was Belästigung heißt und wie sich verhalten, wenn mensch damit zu tun hat. Sie erstellen auch Umfragen und beraten als neutrale dritte Instanz. Sie vermitteln auch an Rechtsanwält*innen oder Ärtz*innen, wenn es nötig sein sollte.

