Meltdown Tibet - ein Land verändert sich
ID 38719
Ein Interview über den Film
Klassifizierung
Beitragsart: Interview
Sprache: deutsch
Redaktionsbereich: Umwelt
Serie: Grünfunk (Greenpeace München)
Creative Commons BY-NC-SA
Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen erwünscht
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Skript
Anmod Meltdown Tibet
Das Tibetische Hochland gelegen im Himalaya, dem höchsten Gebirge der Welt, wird heute von vielen auch als Dritter Pol bezeichnet. Denn die Region verfügt, neben Arktis und Antarktis, über die größte Masse an Gletschern und Eis auf unserem Planeten. Seit einigen Jahrzehnten schmelzen die Gletscher dort in rasanter Geschwindigkeit dahin, so dass es bereits Prognosen für Szenarien eines eisfreien Himalaja in wenigen Jahrzehnten gibt.
Das Zurückgehen der Gletscher hat naturgemäß großen Einfluss auf die Wassermenge der dortigen Flüsse. Durch den Rückgang der Gletscher führen diese bereits viel weniger Wasser als noch vor einigen Jahren.
Zu dieser Problematik kommen jetzt noch die gigantischen Dammbau-Projekte Chinas: mit dem Bau zahlreicher Riesen-Staudämme an den Flüssen Tibets ist China dabei sich die Wasserressourcen des Landes weitgehend einzuverleiben. - Mit massiven Folgen für die Umwelt einerseits und für die Wasserversorgung von Millionen von Menschen andererseits.
Der Bau dieser Mega-Staudämme erfolgte bisher weitgehend unbemerkt.
Der kanadische Journalist Michael Buckley stieß vor einigen Jahren eher zufällig auf derlei Bauprojekte und hielt das Gesehene mit versteckter Videokamera fest. Ergebnis ist der Dokumentarfilm „Meltdown in Tibet“.
Der Titel ist doppeldeutig und weist zum einen auf das Abschmelzen der Gletscher hin, zum anderen auf die verheerenden Folgen des extremen Aufstauens der Flüsse Tibets und deren Umleitung nach China.
Wir haben den Film angeschaut und uns mit Dorit Piotrowski von Greenpeace München darüber unterhalten.
Abmod
Bleibt zu hoffen, dass die Medien dieses Thema endlich auch aufgreifen und die Öffentlichkeit davon erfährt – vielleicht gibt es dann noch Chancen…
Zum Abschluß dieses Beitrags zitieren wir seine Heiligkeit, den Dalai Lama zitieren, der sich im Film wie folgt geäußert hat:
„Wir sollten andere als einen Teil von uns selbst respektieren. Jetzt - weil sich unsere Realität deutlich verändert hat. Wegen des Bevölkerungswachstums, wegen der Verbesserung unseres Lebensstandards, und wegen des hohen Energieverbrauchs. Deshalb ist jetzt die ganze Welt sehr klein geworden - alles hängt stark voneinander ab. Ökologische Probleme kennen keine Staatsgrenzen.“
Weise Worte …
Das Tibetische Hochland gelegen im Himalaya, dem höchsten Gebirge der Welt, wird heute von vielen auch als Dritter Pol bezeichnet. Denn die Region verfügt, neben Arktis und Antarktis, über die größte Masse an Gletschern und Eis auf unserem Planeten. Seit einigen Jahrzehnten schmelzen die Gletscher dort in rasanter Geschwindigkeit dahin, so dass es bereits Prognosen für Szenarien eines eisfreien Himalaja in wenigen Jahrzehnten gibt.
Das Zurückgehen der Gletscher hat naturgemäß großen Einfluss auf die Wassermenge der dortigen Flüsse. Durch den Rückgang der Gletscher führen diese bereits viel weniger Wasser als noch vor einigen Jahren.
Zu dieser Problematik kommen jetzt noch die gigantischen Dammbau-Projekte Chinas: mit dem Bau zahlreicher Riesen-Staudämme an den Flüssen Tibets ist China dabei sich die Wasserressourcen des Landes weitgehend einzuverleiben. - Mit massiven Folgen für die Umwelt einerseits und für die Wasserversorgung von Millionen von Menschen andererseits.
Der Bau dieser Mega-Staudämme erfolgte bisher weitgehend unbemerkt.
Der kanadische Journalist Michael Buckley stieß vor einigen Jahren eher zufällig auf derlei Bauprojekte und hielt das Gesehene mit versteckter Videokamera fest. Ergebnis ist der Dokumentarfilm „Meltdown in Tibet“.
Der Titel ist doppeldeutig und weist zum einen auf das Abschmelzen der Gletscher hin, zum anderen auf die verheerenden Folgen des extremen Aufstauens der Flüsse Tibets und deren Umleitung nach China.
Wir haben den Film angeschaut und uns mit Dorit Piotrowski von Greenpeace München darüber unterhalten.
Abmod
Bleibt zu hoffen, dass die Medien dieses Thema endlich auch aufgreifen und die Öffentlichkeit davon erfährt – vielleicht gibt es dann noch Chancen…
Zum Abschluß dieses Beitrags zitieren wir seine Heiligkeit, den Dalai Lama zitieren, der sich im Film wie folgt geäußert hat:
„Wir sollten andere als einen Teil von uns selbst respektieren. Jetzt - weil sich unsere Realität deutlich verändert hat. Wegen des Bevölkerungswachstums, wegen der Verbesserung unseres Lebensstandards, und wegen des hohen Energieverbrauchs. Deshalb ist jetzt die ganze Welt sehr klein geworden - alles hängt stark voneinander ab. Ökologische Probleme kennen keine Staatsgrenzen.“
Weise Worte …

