Das Ende der Plastiktüte – Ursachen, Alternativen, Lösungen
ID 113416
Kommt nicht mehr in die Tüte. Das heißt es seit Anfang dieses Jahres. Seit dem 1. Januar 2022 dürfen Geschäfte keine Plastiktüten mehr an ihre Kundinnen und Kunden herausgeben. Was bedeutet das? Welche Auswirkungen hat es? Und wie ist es um Alternativen zur Plastiktüte bestellt?
Klassifizierung
Beitragsart: Interview
Sprache: deutsch
Redaktionsbereich: Politik/Info, Umwelt, Arbeitswelt, Wirtschaft/Soziales
Creative Commons BY-NC-SA
Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen erwünscht
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Skript
Na, habt ihrs auch schon gemerkt? Die Plastiktüten in Läden und Supermärkten sind verschwunden. War die Tüte aus Kunststoff in Wirtschaftswunderzeiten ein Symbol der begeisterten Konsumgesellschaft, wurde sie immer mehr zum Umweltsündenfall: Verendete Wale mit Plastikmüll im Magen, zu Mikroplastik zerbröselte Tüten im Eis der Antarktis – Kunststoffabfälle haben mittlerweile selbst die entlegensten Winkel der Erde erreicht. Der Glanz der knisternden Tüte ist abgeblättert, passé. Seit 2016 dürfen Geschäfte Plastiktüten nur noch gegen Bezahlung herausgeben. Trotzdem wurden in Deutschland letztes Jahr immer noch durchschnittlich 18 Tüten pro Nase verwendet. Zu viel, denn die Tüten verschwenden Ressourcen und verschmutzen die Umwelt. Deshalb sind Plastiktüten seit dem 1. Januar verboten – mit einigen Ausnahmen. Was er vom Plastiktütenverbot hält, darüber hat Heike Demmel mit Prof. Dr. Christian Laforsch gesprochen. Laforsch ist Sprecher des Sonderforschungsbereichs (SFB) Mikroplastik an der Universität Bayreuth und erforscht mit seinem Team die Entstehung und biologischen Effekte von Mikroplastik.

